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Holzbretter sind besser als ihr Ruf

In der New York Times erschien kürzlich ein Beitrag, in dem über eine Forschungsarbeit am Institut für Lebensmittelforschung an der Universität of Wisconsin, USA, berichtet wurde.

Die beiden Microbiologen Dean Cliver und Nese Ak untersuchten, wie man die vermeintlich mikrobenfreundlichen Schneidebretter aus Holz, wie man sie in Küche und Metzgerei verwendet, ebenso "sicher" machen könnte wie die als wesentlich steriler angesehenen Unterlagen aus Kunststoff.

Zu ihrem grossen Erstaunen stellte sich heraus, dass die vorsätzlich mit Organismen wie Salmonellen, Listeria und Colibacterium escherichia, die die hauptsächlichsten Erreger von Lebensmittelvergiftungen sind, kontaminierten Brettchen alles andere als ein guter Nährboden für diese Schädlinge waren; innerhalb drei Minuten starben 99,9 % der aufgebrachten Mikroorganismen ab. Dagegen blieben sie auf Kunststoffbrettchen problemlos am Leben.

Ein weiterer Versuch ergab, dass bei ungespülten, kontaminierten Unterlagen, die man bei Raumtemparatur über Nacht liegen liess, bei Kunststoffen eine Zunahme der Organismen zu verzeichnen war, während man auf den Holzbrettchen gar keine Erreger mehr finden konnte.

Weshalb das so ist, können die Wissenschaftler noch nicht genau erklären. Eine Möglichkeit wäre, dass die Bäume im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte keimtötende Inhaltsstoffe synthetisiert haben, die das Holz als tragende Substanz schützen und erst damit ein langes Leben des ganzen Individuums ermöglichen. Jedenfalls meint Cliver: "Man sollte hölzerne Schneidbrettchen vorziehen; die kleinen Versäumnisse in der praktischen Hygiene sind auf Holzbrettchen weniger gefährlich."

Er warnte jedoch davor, nachlässig zu werden und ermahnte alle, die kochen; nach dem Schneiden von Fisch, Geflügel und Fleisch, auf Nummer sicher zu gehen und die Unterlagen sauber zu wischen, gleichgültig, ob aus Holz oder Kunststoff. Untersucht wurden übrigens Schneideunterlagen aus sieben verschiedenen Holzarten und vier Plastiksorten.

Unser zusätzlicher Tipp:

Verwenden Sie für unterschiedliche Esswaren unterschiedliche Küchenbrettchen, z.B. separat für Fleisch, Käse, Fisch, Geflügel, Gemüse, Früchte und Tierfutter. Damit können Sie einer Kontamierung von Salmonellen z.B von Geflügel auf Gemüse vorbeugen.


Pflegehinweis für Küchenholzwaren

Schneidebretter und Küchenutensilien aus Holz sind ein Naturprodukt und von Natur aus aseptisch und benötigen keine besondere Pflege.

Dennoch empfehlen wir, die Bretter wie folgt zu behandeln:

Nach dem Gebrauch feucht abwischen und alle Speisereste gründlich entfernen, die feuchten Bretter aufrecht stehend trocknen lassen. Dabei ist vor allem wichtig, dass die Raumluft ringsum das Brett zirkulieren kann, ansonsten verwerfen (wölben) sich die Bretter. Weil grosse Bretter aus technischen und biologischen Gründen nicht aus einem Stück bestehen können, sondern je nach Breite ein- bis mehrmals verleimt werden müssen, dürfen diese auf gar keinen Fall in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Unverleimte Bretter sind beschränkt spülmaschinentauglich, werden aber mit der Zeit rissig und spröde.

Schneidebretter sind nicht Spülmaschinen tauglich

ALLES HÜBSCHER Holz + Technik AG, Eichirebenweg 27, CH-5614 Sarmenstorf, Tel. + 41 56 676 66 00 E-Mail: info@alleshuebscher.ch